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Die wasserfreie, wasserabstoßende (hydrophobierende) Sperre wie Porofin,
beruht auf dem oben gezeigten Effekt in Kapillaren.
Die Poren in Baustoffen kann man sich vereinfacht als ein Gewirr von
feinsten Röhren vorstellen.
Porofin erzeugt auf der Innenwand dieser Kapillaren, sozusagen eine
Innenlackierung, die gegenüber Wasser einen Randwinkel von ca. 135°
erzeugt. Der hierdurch erzeugte Effekt ist nach den obigen Berechnungen
klar: „Das Wasser kann die Porenwandung nicht mehr benetzen und wird
zurückgedrängt.“
Man nennt diesen Effekt Kapillar- Depression.
Bevor dieser Effekt jedoch eintreten kann, muss das Porofin erst einmal
in die Poren. Wie kommt es da hinein wenn die Poren mit Wasser gefüllt
sind?
Auch hier hilft die Kapillarphysik.
Porofin ist eine rein organische und wasserfreie Hydrophobier-
Flüssigkeit. Es hat auch im flüssigen Zustand eine erheblich niedrigere
Oberflächenspannung als Wasser und ist nicht mit Wasser mischbar. Aus
dem oben genannten Beispiel mit Seifenwasser und dem Fettfilm wissen
wir, dass Flüssigkeiten mit kleiner Oberflächenspannung in Flüssigkeiten
mit hoher Oberflächenspannung eindringen und diese unterwandern. Das
passiert somit auch, wenn Porofin auf Wasser trifft, denn Porofin
besteht aus einem reaktiven Kunstharz, der in hochreinem dünnflüssigen
Paraffinöl gelöst wurde. In echten Lösungen schwimmen die
Wirkstoffmoleküle völlig frei im Lösemittel. Das garantiert, dass sie
auch in kleinste Poren hineinpassen und diese hydrophobieren können. |